Donnerstag, 9. April 2026

CINNA NAUKA auf Tour - Start der Saison 2026

CINNA NAUKA aus dem Winterschlaf wecken

Am Ostersonntag 2026 sind wir wieder in Zoutkamp angekommen und haben CINNA NAUKA in gutem Zustand vorgefunden. Die Abdeckplane war zwar völlig zerfetzt und es gab ein wenig Wasser in der Motorbilge und etwas in der Schiffsbilge. Aber sonst alles bestens. Das Schiff war schnell trocken und die Reste der Plane haben einen guten Platz im Müllcontainer gefunden. 

Die Maschine lief problemlos wieder an, und damit waren schon einmal die grössten Unwägbarkeiten positiv geklärt. Jetzt konnten wir uns an die lange Liste der kleinen und mittleren Aufgaben machen. 

Da wir im Büssli auf dem Campingplatzteil des Hafens übernachtet haben, erlaubte uns der Hafenmeister freundlicherweise, das Schiff erst einmal dorthin zu verlegen. So konnten wir besser arbeiten und hatten es nicht so weit zwischen Camper und Schiff. Melanie hatte schliesslich die Nähmaschine dabei und hatte grosse Pläne. 

Das ging am besten im Bus, aber wir mussten doch einige Male hin und her zum Probieren. Also an die Arbeit:

Wir haben : 
- zwei Bugklampen neu montiert,
- die Relingsdrähte an Backbord repariert(, die noch immer einen Schaden von unserem Ungeschick in der Greetsieler Schleuse vom letzten Sommer hatten),
- das Deck geschrubbt,
- die Segel angeschlagen,

- eine neue Persenning für CINNA NAUKA aus einem alten Spatz-Überzelt genäht (das war Melanies Grossprojekt).

Alles weitere konnte vorläufig noch warten, denn wir wollten das fantastische Wetter nutzen und ein bisschen segeln.

Erster Törn 2026: Zoutkamp - Lauwersoog - Zoutkamp

Am Dienstagmittag warfen wir die Leinen los und starteten ins Lauwersmeer. Wir wollten nach Lauwersoog, das bisher nur der Skipper kannte, die Familie wollte es aber auch mal kennenlernen. Ausserdem könnte sich dort die Gelegenheit bieten, noch ein (hoffentlich letztes) Mal den Mast zu ersteigen, um Verklicker und Topplicht zu reparieren.

Ausgangs der etwas engen Zoutkamper Fahrrinne setzten wir die Segel und segelten mit gutem Tempo auf Halbwindkurs durch die schöne Landschaft. Dann allerdings hiess es anluven. Hoch am Wind ging es weiter in Richtung Deich. Das war erstmal wieder gewöhnungsbedürftig mit der Krängung (Schräglage des Schiffs). Die Höhe hat auch nicht ausgereicht, um bis zur Einfahrt nach Lauswersoog zu kommen, sodass wir einige Wenden fahren mussten. Ein bisschen Manövertraining schadet ja grundsätzlich nie. Und die Crew gewöhnte sich langsam ans Schrägfahren und entspannte sich so nach und nach.

In Lauwersoog spazierten wir zuerst einmal über den Deich, schauten auf die Waddenzee (holländisch für das Wattenmeer) hinaus und genossen Kaffee und Kuchen. 

Znacht gab es im Restaurant eines nahegelegenen Feriendorfs, und dann folgte eine eher kühle Nacht im Schiff. Immerhin sorgte der Heizwürfel dank Landstrom für ein bisschen Wärme.

Am nächsten Morgen besuchte ich zuerst den Hafenmeister, um einen Krantermin auszumachen. Gekrant werden sollte aber nicht CINNA NAUKA, sondern ich, und zwar ins Masttopp. Dort konnte ich endlich den Verklicker richtig befestigen (im nunmehr 3. Versuch) und mich um unser defektes Topplicht kümmern. Das war ein wenig schwierig, und ich musste nochmal runter und wieder rauf, bis ich die richtige Idee hatte. Dann aber war oben alles soweit, dass man einschalten konnte - nichts. Also musste der Fehler nun unten zu suchen sein. Darum wollte ich mich später kümmern. 

Wiederum gegen Mittag machten wir uns auf die Rückfahrt nach Zoutkamp. Der Wind hatte um fast 90 Grad rechtgedreht, so dass wir zunächst im Schmetterling vor dem Wind fuhren. 

Dann mussten wie aber wieder kreuzen. Macht aber nichts. Wir kamen schon am frühen Nachmittag gut an. Das gab mir Zeit, nun auch die Verkabelung des Topplichts am Mastfuss anzuschauen. Nach dem rostigen Kabelsalat oben fand ich das gleiche auch unten vor. Zum Glück ist das Kabel im Mast noch in Ordnung, sodass wir jetzt wieder mit vorschriftsmässig funktionierender Navigationsbeleuchtung unterwegs sind.

Jetzt heisst es auf- und umräumen. In den nächsten Tagen fahren Beni und ich weiter durch die Kanäle auf der Stehende-Mast-Route. Wir werden berichten... 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen