Samstag, 11. Juli 2026

CINNA NAUKA auf Tour - Unterwegs im Ijsselmeer

Harlingen

Nach langer Zugfahrt kamen wir am letzten Sonntag (5.7.) in Harlingen bei CINNA NAUKA an und fanden alles in bester Ordnung vor. Der kleine Werfthafen von Paul bietet zwar nur sehr wenig Komfort, aber erstens war sehr viel Wind angekündigt und zweitens lief gerade das Harlingen Tall Ships Race, sodass es gar keinen Platz in der grossen Marina gegeben hätte. Also blieben wir noch zwei Tage und sahen dem grossen Segelfest zu - und es war wirklich eindrücklich.

Viele grosse Traditionsschiffe aus zahlreichen Ländern gaben sich die Ehre und verliessen am Montag zum Abschluss der Harlingen Sail den Hafen unter den Augen zahlreicher Zuschauender. 


Am Mittwoch wollen wir endlich losfahren. Wegen eines kleinen Problems mit der Rollanlage fürs Vorsegel musste ich vor der Abfahrt die Genua ausrollen und mit Schrecken feststellen, dass da ja ein grosser Riss drin ist. 

Also mussten wir das Vorsegel wechseln - von der grossen Genua auf die sehr kleine Fock. 

Bei dem angesagten schwächeren Wind heisst das: sehr langsames Segeln.

Makkum

Aber wir kamen los, setzten in der Hafenausfahrt von Harlingen unsere Segel und liessen die alte Hafenstadt achteraus. 

Wir segelten in Richtung Südsüdwest zur Schleuse von Kornwerderzand. Diese führt durch den Avsluitdijk aus der Waddenzee ins Ijsselmeer. Unglaublich, wie viele Schiffe da durch wollen und auch in die Schleusen passen. 

Kurz hinter der Schleuse konnten wir - nur mit der kleinen Fock - noch einmal die anderthalb Meilen bis zum Hafen von Makkum segeln. 

Dort gibt es eine riesige Marina als Teil eines noch riesigeren Ferienkomplexes mit Campingplatz, Pool, verschiedensten Angeboten, einem umfangreichen Kinder- und Jugendprogramm und vieles mehr. Für uns besonders interessant: Es gibt auch einen Segelmacher, dem wir unsere kaputte Genua zur Reparatur geben konnten. Sie ist jetzt dort, und wir können sie am nächsten Wochenende wieder abholen. Da uns die Marina sehr gut gefallen hat, kommen wir gerne noch einmal wieder.

Hindeloopen

Am Donnerstag segelten wir bei schwachem Wind mit unserem kleinen Vorsegel sehr langsam in Richtung Süden weiter. Wir wollten eigentlich nach Stavoren, aber auf etwa halber Strecke entschieden wir uns bei nur knapp 2kn Fahrt dazu, den näheren Hafen von Hindeloopen anzulaufen. Der ist auch recht gross und in einem sehr malerischen Örtchen gelegen. 

Ausserdem gab es einen Pub, wo wir das Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko verfolgen konnten. 

Urk

Die Vorhersage für Freitag kündigte sehr schwachen Wid für den Vormitttag aber eine gute Brise für den Nachmittag an. Nach einer Stärkung mit Kibbeling und Pommes an der Hafenkante legten wir gegen 13 Uhr in Hindeloopen ab und segelten an Stavoren vorbei südlich in Richtung Urk.

Der Wind nahm tatsächlich zu und wir konnten wunderbar vorm Wind segeln, während die recht hohe und kurze Ijsselmeerwelle uns schaukelte. Plötzlich so gegen 17:30 Uhr schlief der Wind jedoch ein. Da wurde das Schaukeln dann doch unangenehm. Nach einer knappen Stunde Motoren war der Wind aber wieder da und wir segelten weiter bis nach Urk. wo wir einen letzten kleinen Platz im Westhaven fanden. Hier bleiben wir jetzt mal zwei Nächte. 


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